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	<title>Michael Wildt</title>
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	<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 07:21:32 +0000</pubDate>
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		<title>Otto von Bolschwing oder You’ll never get lost</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 07:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wildt</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[  Fast wäre er uns im dunklen Meer der Geschichte entkommen: Otto von Bolschwing. 1910 geboren, studierte er an der London School of Economics, wollte aber doch mehr am Rad der Weltgeschichte drehen. 1932 trat er der NSDAP und der SS bei und hatte, nachdem ihn auf seinen Geschäftsreisen in den Nahen Osten der [...]]]></description>
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<p>In Berlin wurden die Bindungen an den SD enger; Bolschwing schrieb weitere Memoranden, u. a. im Januar 1937, überschrieben „Zum Judenproblem&#8221;. Darin empfahl er unter anderem gegen die konstatierte „Auswanderungsmüdigkeit&#8221; der deutschen Juden: &#8220;Das wirksamste Mittel, um den Juden das Sicherheitsgefühl zu nehmen, ist der Volkszorn, der sich in Ausschreitungen ergeht. Trotzdem diese Methode illegal ist, hat sie, wie der &#8216;Kurfürstendamm-Krawall&#8217; zeigte, langanhaltend gewirkt.&#8221;</p>
<p>Seine Verbindungen zum SD, insbesondere zum sogenannten Judenreferat, in dem Eichmann arbeitete, blieben exzellent. Anfang 1940 wurde er SD-Verbindungsmann in Rumänien und unterstützte 1941 den Putsch der radikal-antisemitischen und extrem gewalttätigen Eisernen Garde gegen den Militärdiktator Antonescu. Der Putsch mißglückte, nicht zuletzt weil Antonescu von Hitler gestützt wurde, und Bolschwing mußte Rumänien verlassen. 1942 war er noch in einen Korruptionsfall innerhalb des SD verwickelt, konnte jedoch zum Ende des Krieges nach Österreich fliehen, und dort gelang es ihm, Kontakte zum amerikanischen Geheimdienst zu knüpfen.</p>
<p>Hier verlor sich bislang seine Spur. Doch nun erfahren wir mehr dank der <a target="_blank" href="http://www.nytimes.com/2010/11/14/us/14nazis.html?_r=1&#038;scp=2&#038;sq=hunting%20for%20nazis&#038;st=cse">New York Times</a>, die soeben einen geheimen <a target="_blank" href="http://documents.nytimes.com/confidential-report-provides-new-evidence-of-notorious-nazi-cases#document/p1">Bericht aus dem US-Justizministerium</a> aus dem Jahr 2006 veröffentlichte. Dem zufolge wurde Bolschwing zunächst 1946 Agent der Organisation Gehlen und von dort 1949 vom CIA übernommen, obwohl seine SD-Aktivitäten und Zusammenarbeit mit Eichmann bekannt waren.</p>
<p>Schwierigkeiten allerdings ergaben sich, als Grossbahn, so sein CIA-Deckname, in die USA einreisen wollte. Sollte er im Visaantrag seine NSDAP-, SS- und SD-Mitgliedschaft verschweigen? Der CIA war sich uneinig: Während die einen für eine Falschangabe plädierte, auch um Bolschwing in den USA gegebenenfalls erpressen zu können, war andere dafür, korrekte Angaben zu machen. Offenkundig erreichte der CIA beim State Department, dass Bolschwing dennoch einreisen konnte, und sorgte dafür, dass seine Einwanderungsakte als geheim eingestuft wurde. Als er 1959 seine US-Staatsbürgerschaft beantragte, verschwieg er seine NS-Vergangenheit.</p>
<p>Doch blieb er nicht unentdeckt. Das 1979 gegründete Office of Special Investigation (OSI), das eingewanderte Deutsche und andere Europäer daraufhin untersuchen, ob sie an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt waren, und für ihre Ausweisung sorgen sollte, hatte auch Bolschwing im Visier. OSI-Vizedirektor Martin Mendelsohn fragte bei der CIA an, ob diese Bolschwing geraten habe, seine NS-Vergangenheit zu verschweigen, ob sie über seine Tätigkeit als SD-Agent Bescheid wußte und ob er in den USA weiter für die CIA gearbeitet. Die Antwort der CIA war gewunden: Sie sei sich nicht sicher, ob sie über alle Information verfügt habe, als Bolschwing seine Einreise in die USA beantrage habe, und obwohl die CIA-Zentrale angewiesen habe, dass Bolschwing die Visafragen wahrheitsgemäß beantworten solle, sei nicht klar, ob diese Anweisung ihn erreicht habe. In den USA selbst sei er nicht mehr für den CIA tätig gewesen. Zudem sei seine Akte verloren gegangen.</p>
<p>So klar dem OSI war, dass Bolschwing falsche Angaben bei seiner Einreise und dem Antrag auf Staatsbürgerschaft gemacht hatte, so schwierig war der Fall, weil Bolschwing immer geltend machen konnte, im Einvernehmen mit der CIA gehandelt zu haben. Dennoch versuchte das OSI, seine Ausweisung zu erreichen. Der Fall wurde publik und fand entsprechendes Echo in der Presse. „California Man Accused of Nazi Crimes&#8221;, meldete die Los Angeles Times am 28. Mai 1981.</p>
<p>Zwar gelangen dem OSI weitere rechtliche Schritte zur Ausweisung Bolschwings. Doch ehe es dazu kam, wurde Bolschwing krank und starb mit 72 Jahren im März 1982 - ohne sich je für seine Beteiligung an der Verfolgung der europäischen Juden verantworten zu müssen.</p>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 07:17:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wildt</dc:creator>
		
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 07:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wildt</dc:creator>
		
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		<title>&#8220;Die Flucht&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Mar 2007 09:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wildt</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[&#8220;Historisch ist ein Stoff jedenfalls nicht schon deshalb, weil er in der Geschichte spielt&#8221;, schreibt Bernd Graff in der Süddeutschen Zeitung und hat recht damit. &#8220;Die Flucht&#8221; mit Maria Furtwängler in der Hauptrolle ist ein Melodram, nicht mehr und auch nicht weniger. Und es geht nicht darum, seine Historizität zu beurteilen, sondern allein seinen Unterhaltungswert.
Geschichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Historisch ist ein Stoff jedenfalls nicht schon deshalb, weil er in der Geschichte spielt&#8221;, schreibt Bernd Graff in der <a title="Graff SZ" href="http://www.sueddeutsche.de/,ra5l1/kultur/artikel/184/104080/" target="_blank">Süddeutschen Zeitung</a> und hat recht damit. &#8220;Die Flucht&#8221; mit Maria Furtwängler in der Hauptrolle ist ein Melodram, nicht mehr und auch nicht weniger. Und es geht nicht darum, seine Historizität zu beurteilen, sondern allein seinen Unterhaltungswert.</p>
<p>Geschichte ist ein riesiges Arsenal für Geschichten, und in besonderem Maße die Zeitgeschichte, die deshalb einen hohen emotionalen Wert besitzt, weil sie noch familiär nahe ist. Die Geschichte, derer sich die &#8220;Flucht&#8221; bedient, gehört eben zur Lebensgeschichte von noch Lebenden. Insofern werden Spielfilme, die im biographischen Horizont der jetzt Lebenden spielen, stets stärker die Gemüter bewegen als, sagen wir, &#8220;Ben Hur&#8221; oder &#8220;Cleopatra&#8221;.</p>
<p>Außerdem kommt in der Diskussion hierzulande immer jener Faktor &#8220;Geschichtsaufklärung&#8221; hinzu, der in allumfassend pädagogischer Manier jedem Buch, Film, Ausstellung unterlegt wird, die mit Geschichte(n) zu tun haben. Wieso aber soll ein Spielfilm, der in der Vergangenheit spielt, &#8220;geschichtsaufklärend&#8221; sein? Schauen wir uns &#8220;Krieg und Frieden&#8221; an, um uns über den napoleonischen Feldzug gegen Rußland zu informieren?</p>
<p>Vielleicht lassen wir es einfach bei der Frage, ob &#8220;Die Flucht&#8221; eine spannende, unterhaltende Geschichte erzählt oder nicht. Geschichte als Reservoir für Geschichten und Geschichte als intellektuelles wie wissenschaftliches Lehrstück sind zwei getrennte Bereiche und sollten nicht in eins gesetzt werden. &#8220;Die&#8221; Geschichte gibt es nicht, eine solche Vorstellung wäre bereits selbst eine Fiktion. Deshalb sollten sich Historiker auch nicht berufen fühlen, die Authentizität von Filmen wie &#8220;Die Flucht&#8221; oder &#8220;Der Untergang&#8221; zu bewerten. Vielleicht fordern solche Filme im Gegenteil Historiker vielmehr dazu auf, über ihre eigenen &#8220;Erzählungen&#8221;, sprich: Narrative nachzudenken.
</p>
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		<title>Kritik erwünscht!!</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Feb 2007 17:42:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wildt</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Diese website ist neu - viele Ideen, die ich hatte, konnte ich mit Stefan Wimmers Hilfe verwirklichen. Aber viele Ideen gibt es sicher noch, die für eine interessante und spannende website wichtig wären. Also: Ich hoffe auf Kritik, Vorschläge, Hinweise&#8230;

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese website ist</strong> <strong>neu </strong>- viele Ideen, die ich hatte, konnte ich mit Stefan Wimmers Hilfe verwirklichen. Aber viele Ideen gibt es sicher noch, die für eine interessante und spannende website wichtig wären. <strong>Also: Ich hoffe auf Kritik, Vorschläge, Hinweise&#8230;</strong>
</p>
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		<title>Rezensionen</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Feb 2007 16:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wildt</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Es gibt ja mittlerweile eine Reihe von websites mit online-Rezensionen von geschichtswissenschaftlichen Büchern, darunter täglich bei H-Soz-u-Kult. Hervorheben möchte ich aber eine website, auf der monatlich konzise, kompetente Besprechungen zu finden sind, die von der Universität München und dem Institut für Zeitgeschichte in München betreut werden: Sehepunkte

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ja mittlerweile eine Reihe von websites mit online-Rezensionen von geschichtswissenschaftlichen Büchern, darunter täglich bei <a title="H-Soz-u-Kult" href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/" target="_blank">H-Soz-u-Kult</a>. Hervorheben möchte ich aber eine website, auf der monatlich konzise, kompetente Besprechungen zu finden sind, die von der Universität München und dem Institut für Zeitgeschichte in München betreut werden: <a title="Sehepunkte" href="http://www.sehepunkte.de/" target="_blank">Sehepunkte</a>
</p>
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		<title>Zeitgeschichte</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Feb 2007 16:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Wildt</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die innovativste website zur Zeitgeschichte mit seriösen, wissenschaftlichen Artikeln, Themenschwerpunkten, links wird am Zentrum für Zeithistorische Studien in Potsdam gemacht und nennt sich: zeitgeschichte-online

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die innovativste website zur Zeitgeschichte mit seriösen, wissenschaftlichen Artikeln, Themenschwerpunkten, links wird am Zentrum für Zeithistorische Studien in Potsdam gemacht und nennt sich: <a title="zeitgeschichte-online" href="http://www.zeitgeschichte-online.de/" target="_blank">zeitgeschichte-online</a>
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		<title>Holocaust</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Feb 2007 16:40:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine ausgesprochen vielseitige website zum Thema Holocaust, die neben virtuellen Ausstellungen, Informationen zu bestimmten Stichworten und Themen ebenso ein umfangreiches Archiv mit Dokumenten und Abbildungen zum Holocaust bietet, ist das US Holocaust Memorial Museum

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine ausgesprochen vielseitige website zum Thema Holocaust, die neben virtuellen Ausstellungen, Informationen zu bestimmten Stichworten und Themen ebenso ein umfangreiches Archiv mit Dokumenten und Abbildungen zum Holocaust bietet, ist das <strong><a title="US Holocaust Memorial Museum" href="http://www.lueders-kunden.net/wildt/www.ushmm.org" target="_blank">US Holocaust Memorial Museum</a></strong>
</p>
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		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 15:17:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[http://www.clio-online.de/
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Clio-online" href="http://www.clio-online.de/" target="_blank">http://www.clio-online.de/</a></p>
<p><a title="Historicum " href="http://www.historicum.net/" target="_blank">http://www.historicum.net/</a></p>
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